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Schulamt des Generalkonsulats
Das Schulamt des Generalkonsulats in München

Das Schulamt des Generalkonsulats koordiniert schulische Initiativen zur Förderung der italienischen Sprache und Kultur und begleitet zweisprachige Projekte im Regierungsbezirk Bayern. Es bietet auch Informationen über das örtliche Schulsystem an.
 Sie bietet auch Informationen über das örtliche Schulsystem.

Das Schulamt berät bei der Einschreibung an Schulen und Universitäten in Italien und bei der Ausstellung der erforderlichen Wertigkeitserklärungen für die an Schulen und Universitäten im bayerischen Regierungsbezirk erworbenen Abschlüsse durch das Generalkonsulat, damit Interessierte die Gleichwertigkeit mit vergleichbaren italienischen Abschlüssen, die Einschreibung an italienischen Schulen und Universitäten, die Anerkennung ihres Hochschulstudiums in Italien und die Vergabe von Stipendien erhalten können.

Weitere Informationen zu den durchgeführten Aktivitäten und den angebotenen Dienstleistungen finden Sie unter diesem Link.

 

Schulamt des Generalkonsulats
Schulamt des Generalkonsulats in München

Andreina Le Foche: Leiterin des Schulamtes des Generalkonsulats

"Ich glaube fest an das Zusammenwirken aller Ressourcen, die in diesem Gebiet für die Verbreitung unserer Sprache und Kultur arbeiten".

"Ich habe viele Ziele, und ich weiß, dass sie ehrgeizig sind."  sagt Andreina Le Foche, neue Leiterin des Schulbüros des italienischen Generalkonsulats in München, "auch wenn ich mich nicht gerne zu Realitäten äußere, die ich noch nicht genau kenne, teile ich voll und ganz den Inhalt des Artikels 2 des Gesetzesdekrets 64/2017 (Disziplin der italienischen Auslandsschule), in dem die zentrale Bedeutung des Bildungs- und Ausbildungsmodells der italienischen Schule in der Wissensgesellschaft bekräftigt wird, ein Modell, das auf den Werten der Inklusivität, Interkulturalität, Demokratie und Nichtdiskriminierung beruht. Diese Grundsätze möchte ich mit allen Lehrern in diesem Bezirk teilen, sowohl mit denen, die Sprach- und Kulturkurse unterrichten, als auch mit denen, die in den italienischen Abteilungen der bayerischen Schulen oder in der deutsch-italienischen Schule unterrichten. Darüber hinaus veranlassen mich meine persönlichen Überzeugungen, die sich auch aus meiner langjährigen Erfahrung als Expatriate in Deutschland bzw. im deutschsprachigen Raum ergeben, dazu, mich für die Verbreitung eines Bildes unseres Landes einzusetzen, das weit entfernt ist von den Stereotypen, die sich im Laufe der Zeit und in der Gegenwart abgenutzt haben. Ich denke, dass es möglich ist, im Ausland eine Idee des Made in Italy zu verbreiten, die auf Stil, Kunst, gutem Essen, Wissenschaft und Technologie basiert. Ich bin der festen Überzeugung, dass wir dazu zusammenarbeiten und, wie wir heute sagen, 'vernetzen' müssen. In diesem Sinne hoffe ich, dass ich mit allen Komponenten der italienischen Vertretungen im Ausland effizient zusammenarbeiten kann. Und es ist mehr als ein Wunsch, es ist eine Gewissheit".

Eine Zusammenarbeit, die für die vom Schulamt verfolgte Aktivität zur Förderung der italienischen Sprache und Kultur unerlässlich ist: "Ich glaube, dass die erste Phase vor allem darin besteht, denjenigen zuzuhören, die seit Jahren hier sind und sicherlich Zeit und Gelegenheit hatten, den Erfolg oder leider auch das Scheitern der in der Vergangenheit durchgeführten Maßnahmen zu erleben. Nach der Lektüre von Dokumenten über Strategien, die von Frankreich umgesetzt wurden und die darauf abzielen, die Kenntnis der Sprache und der Kultur dieses Landes in Deutschland zu verbreiten, bin ich der Meinung, dass es auch einen Bedarf an rechtlichen und finanziellen Maßnahmen gibt. Vor ein paar Jahren sagte jemand, dass man Kultur nicht essen kann. Das war eine sehr schlechte Aussage. Kultur ist nicht nur Nahrung für die Seele, und das würde schon reichen. Kultur umfasst sowohl immaterielle als auch - das sollte nicht vergessen werden - materielle Werte. Ich möchte nicht auf Definitionen eingehen, die ganze Seiten von Anthropologie-Lehrbüchern füllen, ich möchte nur sagen, dass eine Investition in die Kultur mehr wert ist als alles andere".

Auch für die Eingliederung italienischer Kinder in das bayerische Schulsystem ist die Zusammenarbeit mehrerer Organisationen von grundlegender Bedeutung: "Landsleute, die zur 'neuen Mobilität' gehören, ziehen oft mit ihren gesamten Familien um und benötigen daher in den meisten Fällen mit Kindern, die noch im schulpflichtigen Alter sind, eine wirksame Unterstützung, die auf die bestmögliche Integration der Kinder in die Bildungseinrichtungen vor Ort abzielt. Ich würde dazu neigen, zwischen Makrosystem-Interventionen, d.h. allgemeingültigen Maßnahmen für alle verschiedenen Situationen, und so genannten Mikrosystem-Interventionen, die sich auf individuelle und spezifische Situationen beziehen, zu unterscheiden. In den ersten Bereich würde ich die Zusammenarbeit mit deutschen Schulen unter Einbeziehung des Kultusministeriums einbeziehen, um ein für alle Schulen gültiges Aufnahmeprotokoll zu erstellen, das die Möglichkeit einschließt, Initiativen zur Ermittlung spezifischer Lernbedürfnisse (natürlich auch im Zusammenhang mit den Sprachkenntnissen) zu starten. Ein zweites Ziel könnte darin bestehen, die Unterstützung von Lehrern, die beide Sprachen fließend sprechen, als Vermittler zu nutzen. Schließlich halte ich es für sinnvoll, ein Tutoring einzurichten, an dem Schüler der aufnehmenden Schule oder Klasse teilnehmen. Die zweite Ebene, die sich auf individuelle Situationen bezieht, sollte in der Möglichkeit bestehen, einen zeitlich begrenzten Lehrplan zu erstellen, der den Schüler in den ersten Monaten der Integration begleitet, ohne dass dies nennenswerte negative Auswirkungen auf die Bewertung hat. Es liegt auf der Hand, dass diese ersten Vorschläge von mir aus der italienischen Erfahrung stammen, da ich mehrfach mit italienischen Schülern zu tun hatte, die internationale oder lokale Schulen im Ausland besucht hatten. Um in dieser Richtung zu arbeiten, halte ich es für absolut notwendig, einen Dialog mit den deutschen Institutionen aufzunehmen, den das Schulamt meiner Meinung nach übernehmen sollte. Weitere Eingriffe in das Mikrosystem müssen die Leiterin des Amtes persönlich einbeziehen, die auf die gestellten Anträge reagieren und ihre Unterstützung und Hilfe anbieten wird."

"Ich bin erst vor wenigen Wochen zur Leiterin des Schulamts im Generalkonsulat in München ernannt worden und habe meine Stelle erst am 8. November angetreten", sagt sie. "Ich habe verschiedene Tätigkeiten hinter mir, unter anderem als Referentin für Außenbeziehungen bei einem deutschen Automobilunternehmen in Stuttgart, als Lehrerin für deutsche Sprache und Kultur an verschiedenen römischen Gymnasien, als Dozentin für Italianistik am Romanischen Seminar der Universität Zürich, als Schulleiterin an einem Berufsschulinstitut in der Lombardei und bis letzten Monat als Schulleiterin eines Gesamtschulinstituts in Rom. Meine Bekanntschaft mit der deutschen Kultur geht auf meine Schulzeit zurück, als ich viele Nachmittage mit der Lektüre von Thomas Mann und Hermann Hesse verbrachte. Ich lernte die Sprache - zunächst in einer leicht dialektalen Form - dank der Lehren einer sehr geduldigen Frau Brauer, die in den fernen 1970er Jahren am Liceo arbeitete, das von meinem Vater geleitet wurde. Ich weiß, dass ich keinen geradlinigen Lehrplan habe, aber es ist der Beweis für eine Unruhe und Neugierde, die mich bis heute nicht verlassen hat".

Viel Begeisterung auch für München: "Ich bin begeistert von der Stadt und ihren Bewohnern. Natürlich sehne ich mich ein wenig nach dem klaren Himmel und den Sonnenstrahlen, die auch im Herbst die römischen Tage erhellen. Andererseits liebe ich die Stille in dieser Stadt und das Gefühl der Ruhe, das sie vermittelt. Meine sonntäglichen Spaziergänge am Tiber wurden durch Wochenendausflüge an der Isar ersetzt, und meine beliebten Kurzausflüge zu den römischen Villen, von der Villa Borghese bis zur Villa Torlonia, werden hoffentlich bald ersetzt werden.

Wir wünschen der neuen Leiterin viel Erfolg bei ihrer Arbeit!