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Die Unbefleckte Empfängnis
8 Dezember

Die Unbefleckte Empfängnis

Der 8. Dezember ist das Fest der Unbefleckten Empfängnis. Es ist ein katholischer Feiertag, an dem die unbefleckte Empfängnis der Jungfrau Maria gefeiert wird, die frei von der Erbsünde geboren wurde. Sie wurde 1854 von Pius IX. durch das "Ineffabilis Deus" in die katholische Liturgie eingeführt. Dieses Datum wurde gewählt, weil es genau neun Monate vor der Geburt Marias liegt, die auf den 8. September fällt. 

Im Jahr 1949 wurde der 8. Dezember in den Kalender der italienischen Feiertage aufgenommen und ist damit ein nationaler Feiertag, an dem Schulen, Büros und Geschäfte geschlossen sind.

Traditionell widmen die italienischen Familien diesen Tag der weihnachtlichen Dekoration ihrer Häuser, dem Schmücken des Baumes und dem Aufstellen der Krippe.

Der Legende nach hat der Weihnachtsbaum seinen Ursprung in Deutschland, und zwar im Jahr 1611, als die Herzogin von Brieg eine Tanne aus dem Garten in ihr Schloss bringen ließ, um eine Ecke eines ungeschmückten Raumes im Schloss zu schmücken. Diese nordeuropäische Tradition setzte sich jedenfalls bald auch in Italien durch: in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts schmückte Königin Margherita einen Weihnachtsbaum im Quirinalspalast und löste damit einen Trend aus, der sich noch vor dem großen Aufschwung nach dem Zweiten Weltkrieg rasch im ganzen Land verbreitete.

Das Krippenspiel hingegen ist eine typisch italienische Tradition mit recht alten Ursprüngen: die erste lebende Krippe wurde der Überlieferung nach in der Weihnachtsnacht 1223 in Greccio aufgeführt, als der heilige Franziskus die Geburt Jesu in Bethlehem nachstellte und Hirten, Bauern, Mönche und Adlige in die Nachstellung mit einbezog. Die erste unbelebte Weihnachtskrippe geht auf die Holzskulpturen von Arnolfo di Cambio aus dem Jahr 1280 zurück: Die Statuen werden noch heute in der Krypta der Sixtinischen Kapelle in Santa Maria Maggiore in Rom aufbewahrt. Seit Jahrhunderten  wird die Krippe von jeder Familie in ihrem eigenen Haus aufgebaut, wobei die Krippe mit Figuren aus Gips, Terrakotta, Pappmaché und anderen Materialien für die Szenerie nachgebildet wurde.

Neben der Tradition der Weihnachtsdekoration gibt es auch einige sehr beliebte lokale Feste: 

  • In vielen Dörfern, vor allem in Norditalien und in Kampanien, werden Weihnachtsmärkte eröffnet
  • In einigen Regionen Mittel- und Süditaliens, z. B. in den Abruzzen, Apulien und Umbrien, werden in den Straßen Feuer angezündet und typische Krapfen zubereitet, die je nach Ort "Zeppole", "Sfincette" oder "Pettole" heißen
  • Auch Prozessionen mit der Statue der Jungfrau Maria durch die Straßen der Innenstadt sind traditionell und in verschiedenen Teilen Italiens weit verbreitet
  • In Kampanien beginnt man am Ende des Mittagessens der Unbefleckten Empfängnis mit dem Verzehr von "Roccocò", Mandelgebäck in Form von Krapfen
  • In Rom, an der Säule der Unbefleckten Empfängnis in der Piazza Mignanelli, legt die Feuerwehr seit 1923 jedes Jahr in den frühen Morgenstunden einen Kranz für die Jungfrau Maria nieder, zum Gedenken an die 220 Kameraden, die das Denkmal 1857 errichteten. Seit 1958 nimmt auch der Papst regelmäßig an dieser Zeremonie teil, gefolgt vom Angelus am Mittag auf dem Petersplatz und der Verehrung der Marienstatue am Nachmittag.
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