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Deutsche Weihnachtsköstlichkeiten - Stollen, Lebkuchen & Co.
22. Dezember

Weihnachtsköstlichkeiten

Stollen, Lebkuchen & Co.

Wir alle kennen unseren geliebten Panettone, mit oder ohne kandierten Früchten, und unseren Pandoro, aber sie werden nicht auf der ganzen Welt zu Weihnachten gegessen. Jedes Land hat seine eigenen Traditionen, auch in der Küche. In Deutschland sind weihnachtliche Leckereien im Dezember ein Muss, aber was sind die beliebtesten und traditionellsten Süßigkeiten?

Stollen - Butterstollen/Christstollen

Der Stollen stammt aus dem Mittelalter und ist ein typisches Weihnachtsgebäck, vergleichbar mit dem Pandoro oder Panettone. Er trägt mehrere Namen, darunter Christstollen und Striezel, die auf seine historische Verbindung mit der Kirche zurückzuführen sind. Bis nach dem 15. Jahrhundert erlaubten die religiösen Dogmen der katholischen Kirche nur Zutaten wie Wasser, Hefe und Mehl für das Stollenrezept, das ursprünglich als Fastengebäck gedacht war. Es war also eine Süßigkeit mit wenig Geschmack. Es waren Ernst von Sachsen und sein Bruder Albrecht, die Papst Nikolaus V. baten, das Verbot der Butter, der einzigen Zutat, die den Kuchen schmackhaft machte, aufzuheben. Heutzutage wird er als Butterstollen (mit viel Butter) gegessen, aber es gibt auch Varianten mit Sultaninen, Mandeln oder kandierten Früchten. Am beliebtesten ist der Dresdener Christstollen, der aus Butter, Mehl, Orangeat, Zitronat und Sultaninen besteht. Der Buttergehalt muss mindestens 50 % betragen. Konservierungsmittel, Aromastoffe und sogar Margarine sind verboten!

Weihnachtsplätzchen

Weihnachtsplätzchen gibt es in vielen verschiedenen Formen und Geschmacksrichtungen. Die klassischen Butterplätzchen werden in der Adventszeit oft von Kindern gebacken und verziert. Viele Familien entscheiden sich dafür, einige der Butterplätzchen mit Marmelade, Schokolade oder Nüssen zu verfeinern. Vanillekipferl sind eine Vanillevariante mit einer typischen Halbmondform. Zimtsterne sind sternförmige Kekse mit Zimtgeschmack und einer Zuckerglasur auf der Oberseite. 

Lebkuchen - Pfefferkuchen / Gewürzkuchen / Honigkuchen

Unter den Klassikern gibt es auch Lebkuchen, ein Gewürzgebäck. Den unverwechselbaren Geschmack erhält der Lebkuchen durch Gewürze wie Zimt, Ingwer, Muskatnuss, Anis, Nelken und Piment. Darüber hinaus wird der klassische Teig aus Mehl, Eiern und Zucker mit Trockenfrüchten, Marzipan, kandierten Zitrusfrüchten oder Honig angereichert. Den letzten Schliff gibt die Glasur oder die Schokolade, mit der der Kuchen überzogen ist. Der Name stammt aus Nürnberg, dessen Variante des Honigkuchens "Lebkuchen" genannt wird und am beliebtesten ist. 

Früchtebrot - Schnitzbrot / Hutzelbrot

Früchtebrot ist ein süßes, dunkles Brot mit getrockneten Früchten im Inneren. Der Teig ist fest und feucht, die Früchte und Nüsse sind deutlich sichtbar. Das Brot wird mit Kirschen und Mandeln verziert. Er wird rund um den Andreastag, den 30. November, zubereitet. Das Datum steht im Zusammenhang mit den "Klöpfelnächten", einem Fruchtbarkeitsbrauch, bei dem maskierte Jünglinge mit Gedichten um Geschenke, darunter auch Früchte und Brot, bettelten. Er wird am Nikolaustag (6. Dezember) und zu Weihnachten gegessen.

Spekulatius

Spekulatius war bereits in den frühesten Hochkulturen in Ägypten, Griechenland und am Indus bekannt. Das Wort selbst leitet sich vom lateinischen "speculum" (Spiegelung/Spiegel) ab. Diese Kekse zeigen immer eine Zeichnung oder Illustration, ihre Form ist rechteckig. Im Mittelalter wurde das Spekulatiusgebäck mit religiösen Motiven in Klöstern hergestellt. Der Teig besteht normalerweise aus Butter, Mehl, Zucker, Honig, Eiern und Gewürzen. Er wird einen Tag im Voraus zubereitet, damit er ein wenig austrocknen kann. Gewürzspekulatius ist der beliebteste, aber es gibt das Gebäck auch in Mandel- oder Butterausführung.