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Home / Kultur & Kreativität / Italien in Bayern / Natale Rampazzo und das MonaCorti Festival: "Mit den Kurzfilmen wollen wir einen möglichst realitätsnahen Querschnitt Italiens bieten".

MonaCorti Film Festival

Das Festival, dessen erste Ausgabe vom italienischen Außenministerium unterstützt wird, will den Wert der italienischen Sprache und Kultur im Ausland durch die Präsentation von Werken italienischer (auch im Ausland lebender) und ausländischer Autoren fördern, die ihre Wahrnehmung Italiens als physischen Ort mit seinem historischen, natürlichen, ökologischen, künstlerischen und kulturellen Erbe und als Ort der Emotionen, die sich in den verschiedenen Charakteren seiner Menschen widerspiegeln und verkörpern, vermitteln.

Die neuesten Informationen finden Sie unter diesen Links:

www.monacorti.org
www.facebook.com/MonaCortometraggi
www.instagram.com/monacorti_shortfilms

filmfreeway.com/MONACORTIFILMFESTIVAL

filmmakers.festhome.com/festival/monacorti-film-festival

Natale Rampazzo und das MonaCorti Festival: "Mit den Kurzfilmen wollen wir einen möglichst realitätsnahen Querschnitt Italiens bieten".
Natale Rampazzo und das MonaCorti Festival: "Mit den Kurzfilmen wollen wir einen möglichst realitätsnahen Querschnitt Italiens bieten".
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Natale Rampazzo und das MonaCorti Festival: "Mit den Kurzfilmen wollen wir einen möglichst realitätsnahen Querschnitt Italiens bieten

"Unser Ziel ist es, die italienische Kreativität durch Kurzfilme zur Geltung kommen zu lassen - ein Nischenkino, für das es keine speziellen Kanäle gibt. Und dies in einem fremden Land mit einem internationalen Publikum zu tun, ist in der Tat eine große Herausforderung, aber auch eine großartige Möglichkeit, die Kultur und die Werte Italiens im Ausland zu verbreiten", erklärt Natale Rampazzo, der zusammen mit Concetta D'Arcangelo den deutsch-italienischen Verein MonaCorti gegründet hat, der öffentliche Vorführungen von italienischen und internationalen Kurzfilmen zu Themen von sozialem Interesse organisiert. 

Nach drei Jahren und 14 regelmäßigen Kurzfilmfestivals, die vom Italienischen Kulturinstitut München und anderen Münchner Einrichtungen veranstaltet werden, ist die Zeit reif für das erste MonaCorti Film Festival, einem Wettbewerb für Autor*innen von Kurzfilmen mit Italienbezug, der im September in München stattfinden wird.

"In dieser ersten Ausgabe wollen wir Italien und Italiener in Kurzfilmen promoten. Aus diesem Grund ist das Festival offen für italienische Regisseure, egal wo sie leben, oder für ausländische Regisseure, die sich in ihren Werken mit dem Thema Italien befassen oder ihren Kurzfilm in italienischer Sprache präsentieren. Drei Faktoren, die Nationalität, das Fachgebiet und die italienische Sprache, von denen einer als Alternative zum anderen existiert", erklärt Natale. "Der Anstoß zu diesem Schritt wurde uns durch den Erfolg gegeben, den wir in den letzten Jahren hatten, zusammen mit der ermutigenden Unterstützung des italienischen Ministeriums für auswärtige Angelegenheiten und internationale Zusammenarbeit (MAECI), das uns über das Com.It.Es eine Finanzierung gewährte. Der Beitrag anderer Sponsoren wird es uns ermöglichen, Geldpreise oder gleichwertige Produkte für die besten Platzierungen in jeder der Wettbewerbskategorien zu vergeben: Spielfilme - Kurzfilme, die fiktive Geschichten erzählen; Dokumentarfilme - Kurzfilme, die reale Geschichten von Menschen, Orten und Umgebungen erzählen; Animationsfilme - Kurzfilme, in denen überwiegend Zeichentechniken und -technologien, auch mit digitalen Werkzeugen, zum Einsatz kommen; Schulfilme - Kurzfilme, die überwiegend von Schülern aller Schulstufen (Kategorie 1) und von Filmschulen (Kategorie 2) gedreht wurden".

Natale Rampazzo und das MonaCorti Festival: "Mit den Kurzfilmen wollen wir einen möglichst realitätsnahen Querschnitt Italiens bieten".

Unser Ziel ist es, so viele potenzielle Künstler wie möglich zu erreichen, um ein möglichst getreues Bild der italienischen Produktion zu vermitteln", so Natale weiter. "Die Kommission wird dann die Auswahl treffen und die zum Wettbewerb zugelassenen Bewerber am 15. Juli bekannt geben. Wir wollen nicht nur eine sehr anspruchsvolle, sondern auch ein möglichst offene und klischeefreie Auswahl anbieten, um ein vielfältiges und vielschichtiges Bild von Italien und über Italien zu vermitteln, einen möglichst realitätsnahen Querschnitt".

Die Idee zu MonaCorti entstand im Oktober 2018 durch ein zufälliges Treffen mit Concetta mit Natale bei einer Veranstaltung in München, die dem internationalen Filmschaffen gewidmet war. "Wir waren und sind beide leidenschaftliche Kinogänger und haben deshalb beschlossen, unsere große Leidenschaft, den Kurzfilm, in einer Stadt, zu der wir beide eine starke Verbindung haben, einem größeren Publikum zugänglich zu machen. Nach der zwischen Neapel und Rom aufgeteilten Studienzeit kam ich im Jahr 2000 für einen Master in deutschem Recht nach München und kehrte dann 2015 für einen Forschungsaufenthalt am Max-Planck-Institut dauerhaft dorthin zurück. Meine berufliche Tätigkeit erlaubt es mir, einige Zeit im Ausland zu verbringen, insbesondere in München, meiner Wahlheimat". Concetta hingegen kam 1994 hierher und arbeitet als Übersetzerin, Dolmetscherin und Lehrerin. Im Rahmen von MonaCorti bietet sie ihre Ausbildung und vielfältige Berufserfahrung an, die es ihr ermöglicht haben, Themen wie Kultur, Migration und Vielfalt zu erforschen und gegen Vorurteile und Diskriminierung zu arbeiten.

Natale Rampazzo und das MonaCorti Festival: "Mit den Kurzfilmen wollen wir einen möglichst realitätsnahen Querschnitt Italiens bieten".

Und so widmet sich der Verein, der inzwischen zu einer immer größeren Gruppe von Interessierten und Mitarbeitern mit unterschiedlichem Background und einer gemeinsamen Leidenschaft für Kunst und Kultur angewachsen ist, seit 2018 etwa alle drei Monate der Organisation von völlig kostenlosen italienischen und internationalen Kurzfilmfestivals, die sich mit Themen wie Multikulturalismus, Rassismus, Geschlechterstereotypen, Migration, Mehrsprachigkeit und vielem mehr beschäftigen. "Wir kümmern uns um die Auswahl der Kurzfilme, die Verträge mit den Produktionsfirmen und die Interviews mit den Regisseuren und Künstlern in den Kinos und online", sagt Natale. "Ich persönlich bin der Meinung, dass die Kultur so weit wie möglich verbreitet sein und durchdringen sollte, daher bevorzugen wir den freien Zugang. Dies setzt natürlich voraus, dass wir Orte und Künstler finden, die bereit sind, ihre Räume und Werke unentgeltlich zur Verfügung zu stellen. Ich möchte Sie daran erinnern, dass wir alle ehrenamtlich tätig sind: wir sind unsere eigenen finanziellen Mittel". Und er schließt mit einem Blick in die Zukunft ab. "Unser Schwerpunkt liegt auf der Kurzkommunikation, so dass wir unsere Tätigkeit mit der Zeit transversal auf andere künstlerische Bereiche ausdehnen können, einschließlich Theater und Literatur im 'kurzen' Format".

 

 

 

Übersetzung von Matilda Madonna