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Italienische Feiertage

10 italienische Feiertage die Sie kennen sollten

Feiertage sind immer wieder eine Möglichkeit sich an wichtige historische und nationale Ereignisse zu Erinnern. Aber welche Tage prägen Italien heute noch, auch Jahrzehnte später? 

Hier 10 wichtige Italienische Feiertage schnell und simpel erklärt. 


7. Januar: “Festa del Tricolore” - Fest der Trikolore
Als nationalen Tag der Flagge bekannt, zelebriert dieses Fest die Trikolore und dessen Bedeutung für die gesamte Nation. Am 7. Januar 1797 wurde die Flagge der italienischen Republik in Reggio Emilia kreiert, nachdem das Parlament der Cispadana-Republik die Nutzung der drei Farben grün, weiß und rot definierte. Dieses Emblem der Freiheit spüren wir noch heute und  ist sogar im Artikel 12 der Konstitution verewigt. 

 

17. März: “Anniversario dell’Unità d’Italia” - Jahrestag der Vereinigung Italiens
Es sind nun schon über 160 Jahre vergangen seit dem 17. März 1861. Das Italienische Königreich wurde verkündet und Vittorio Emanuele II sicherte sich und seinen Nachkommen den Titel des König von Italien. Damit sich die Italiener aber vereint fühlten, brauchte es mehr als nur ein Gesetz. Es war ein langer Prozess, viele Faktoren, wie Schule, gemeinsame Sitten und Feiern, eine nationale Armee und auch der große Krieg spielten eine große Rolle dabei.  

 

25. März: “Firma dei trattati di Roma” - Unterzeichnung der Romtraktate
Der 25. März 1957 wurden in Rom zwei Traktate unterzeichnet: der eine instituierte die europäisch-wirtschaftliche Gesellschaft (CCE) und der andere die europäische Gemeinschaft für Atomkraft (Euratom). Dieses Event, an denen auch Vertreter der französischen, deutschen, italienischen, belgischen, niederländischen und luxemburgischen Regierung anwesend waren, wird als der Akt der Geburt der “großen europäischen Familie” betrachtet. 

  

25. April: “Festa della liberazione dal nazifascismo” - Tag der Befreiung vom Nazi-Faschismus
Der 25 April ist einer der wichtigsten Feiertage der Geschichte der jungen Nation. Mit dem Rückzug der deutschen Soldaten und der Republik Salò aus Mailand und Turin, endet der Zweite Weltkrieg auf italienischem Boden. Gleichzeitig erfolgte auch die Befreiung  der Konzentrationslager in Flossenbürg (am 23 April) und Dachau (am 29 April) durch die US-amerikanische Armee. In Europa wurde der Krieg am 8. Mai beendet, der Tag des “Sieges in Europa”. 

 

1. Mai: “Festa dei lavoratori” - Tag der Arbeit(er)
Wie in vielen anderen Ländern der Welt, wird auch in Italien dieser Tag als Fest der Arbeit(er) gefeiert. In Wirklichkeit stammt diese Feierlichkeit aus den weit-entfernten USA. Am 1. Mai organisierten die  Gewerkschaften einen allgemeinen Arbeiterstreik in den Vereinigten Staaten und forderten bessere und humanere Arbeitsbedingungen. Nach dreitägigen Protesten spitze es sich am 4. Mai in der Stadt Chicago zu einem regelrechten Kampf zwischen streikenden Arbeitern und der Polizei zu, bei dem elf Menschen ums Leben kamen.  Im Jahr 1889 wurde während der Zweiten Internationale in Paris der 1. Mai als Arbeitstag festgelegt

 

2. Juni: “Festa della Repubblica” - Nationalfeiertag Italiens/Fest der Republik
Am 2 Juni 1946 wurden Italiener, und zum ersten Mal auch Italienerinnen, dazu aufgefordert am Referendum teilzunehmen, um zu entscheiden ob Italien eine Monarchie bleiben sollte, oder stattdessen eine Republik eingeführt werden sollte. Es gewann die Republik, mit 52% der Stimmen. Anlässlich des Jubiläums legt der Präsident der Italienischen Republik auf dem “Altare della Patria” in Rom einen Lorbeerkranz zu Ehren des “Unbekannten Soldaten” nieder. Außerdem findet eine Militärparade entlang der Via dei Fori Imperiali statt.

 

8. August: “Anniversario della tragedia mineraria di Marcinelle” - Jahrestag der Tragödie des Bergbaus von Marcinelle
Am 8. August 1956 starben durch einen Brand in einer Kohlemine in der Nähe der belgischen Stadt Marcinelle 262 Kohlearbeiter, darunter 136 italienische Staatsbürger. Er gilt als einer der schlimmsten Minenunfälle der modernen Zeit. Im Jahr 2001 wurde der 8. August “Tag der Opferung der italienischen Arbeit in der Welt” als Gedenktag eingeführt, um symbolisch an die verstorbenen Arbeiter am Arbeitsplatz zu erinnern.

 

1. November: “Nascita dell’Unione Europea” - Geburt der europäischen Union
Am 1. November 1993 trat der Vertrag von Maastricht in Kraft, mit dem die Europäische Union unter ihrem heutigen Namen zusammen mit den meisten uns heute bekannten Gemeinschaftsinstitutionen gegründet wurde. Damit veränderten sich die Ziele der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft, die aus einer reinen Wirtschaftsunion zu einer politische Union wurde. Der Vertrag von Maastricht legte auch den Grundstein für die Schaffung der Europäischen Zentralbank und die Einführung einer gemeinsamen Währung in der gesamten Union: der Euro.

 

4. November: “Giorno dell’unità nazionale” - Tag der nationalen Einheit
Am 4. November 1919 wurde in Padua der Waffenstillstand mit der Österreichisch-Ungarischen Monarchie unterzeichnet, der den Ersten Weltkrieg in Italien beendete. Eine der wichtigsten Folgen dieses Ereignisses war die Wiedervereinigung von Trient und Triest mit italienischem Boden. Von diesem Tag an endete die Arbeit der Vereinigung territorialer, politischer und institutioneller in Italien und die Grenzen wurden zu denen, die wir heute kennen.

 

20. Dezember: “Firma dell’accordo bilaterale tra Italia e Germania per il reclutamento di lavoratori ospiti” - Unterzeichnung des bilateralen Abkommens zwischen Italien und Deutschland zur Anwerbung von Gastarbeitern
Nach dem Wirtschaftsboom der 1950er Jahre sah sich die Bundesrepublik gezwungen, ausländische Arbeitskräfte - insbesondere aus Mittelmeerländern wie Italien, Spanien, Griechenland und der Türkei - für ihre Großindustrien zu rekrutieren. Zur Regelung der Unterbringung italienischer Arbeitskräfte in der Bundesrepublik Deutschland unterzeichneten die Regierungen der Italienischen Republik und der Bundesrepublik Deutschland am 20. Dezember 1955  ein Abkommen, das sanktionierte, was schon seit einigen Jahren geschah, nämlich die Auswanderung junger, arbeitssuchender Italiener auf deutschen Boden, insbesondere aus Süditalien.

 

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